Mein Gartenjahr: August

Im ‚Gartenjahr‘ August geht es üppig zu…

Den August könnte man eigentlich auch ‚Genussmonat‘ nennen. Es liegen keine größeren Arbeiten im Garten an und das Wetter ist herrlich sommerlich, zumindest teilweise. Die Stauden stehen in voller Blüte und erfreuen den Betrachter Tag für Tag.

Allen voran ist das in meinem Garten der Klassiker unter den Blühstauden, der leuchtende Sonnenhut Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘. Sowohl in normaler Größe als auch als kleinere Variation ‚Little Gold Star‘ verzaubert er mit seiner Blütenpracht. Im Herbst werde ich die eine oder andere dieser Pflanzen durch teilen vermehren, damit das gelbe Blütenmeer noch etwas größer wird.

Sonnenhut Goldsturm
Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘

Da man jetzt wunderbar sieht, welche Staude man eigentlich wo gepflanzt hat und wie groß sie letztendlich werden, habe ich kurzerhand einige Pflanzen ausgegraben und umverteilt. In voller Blüte ist das natürlich nicht der beste Zeitpunkt, hilft aber ungemein bei der Gestaltung. Meine Pflanzen waren darüber auch nur ein zwei Tage etwas beleidigt. Durch tägliches Gießen war der Umzug aber schnell überwunden. So sind die beiden Hauptbeete jetzt etwas besser nach Farben angelegt und in der Höhe der Pflanzen gestaffelt. Ein paar recht feine Sonnenhüte in rosa sind unter anderem auch zwischen die Pampasgräser gewandert, wo sie ein tolles Zusammenspiel mit den langen Grashalmen bilden.

Im Frühjahr ist es immer wieder spannend zu sehen, welche Pflanzen wo und wie groß wachsen. Man vergisst doch tatsächlich den einen oder anderen Standort. Wenn dann im Herbst noch neue Stauden dazu kommen ist die Spannung nochmal größer. Meist sind es scheinbar fast leere Töpfe, die man da ins Beet pflanzt.

Gartenansicht für mein Gartenjahr August
Pampasgras mit Rudbeckia im August

August, Zeit für Stecklinge

Der Sommer eignet sich auch gut dafür, von diversen Pflanzen Ableger zu ziehen. So habe ich zum Beispiel von diversen Purpurglöckchen (Heuchera) einfach kleine Teile nahe am Boden abgeknipst und ohne weitere Bearbeitung wieder eingepflanzt. Nach kurzer Zeit sind alle Ableger angewachsen und bilden bereits neue Blätter. Genauso lassen sich auch Ableger vom Storchschnabel (Geranium) ziehen.

Noch einfacher gestaltet sich das Vermehren des Kerzen-Knöterichs Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ . Wenn man die Blüten bis in den Herbst stehen lässt, säht sich die Pflanze selbst aus. Im Frühjahr wurde ich durch hunderte kleiner Keimlinge überrascht und mittlerweile sind die kleinen Pflänzchen schon so weit gewachsen, dass sie Blüten gebildet haben. Der Kerzenknöterich ist eine ganz erstaunliche Pflanze. Sie bildet in kurzer Zeit hohe, dichte Pflanzen mit unzähligen Blüten aus, die ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln sind. Aufgrund der raschen Aussaat entwickelt sich der Kerzen-Knöterich hoffentlich nicht noch zur Geißel meines Gartens… zumindest zu einer sehr hübschen 😉

Heuchera mit rosa Blüten im August
Purpurglöckchen ‚Heuchera‘
Kerzenknöterich in voller Blüte im August
Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Neue Gartengeräte zum Geburtstag im August

Ganz nebenbei ist der August auch mein Geburtstagsmonat und zum Geburtstag soll man sich etwas gönnen. Dieses Jahr habe ich mir einen neuen Rasentrimmer von Makita zugelegt. Die Wahl war schnell getroffen, da ich bereits zwei Geräte dieser Firma habe und die Akkus in alle gleichermaßen passen. Von der Leistung her ist es ein sehr krasser Unterschied zu meinem alten Trimmer, ich muss aufpassen, nicht alles kurz und klein zu häckseln. Zum Geburtstag gab es dann von lieben Menschen noch ein paar neue Pflänzchen, natürlich, und eine neue robuste Grabgabel. Das bisherige Modell aus dem Discounter hatte ich bei der Kartoffelernte fast zerlegt… apropos Kartoffelernte: im Frühjahr hatte ich ein paar gekeimte Speisekartoffeln verbuddelt und der Garten hat mir rund ein Pfund frische Kartoffeln zurückgegeben, sehr nett 🙂

Neue Pflanzen zum Geburtstag im August
Geburtstagsbeute 😉

Ich bin immer noch überrascht davon, wie wenig Arbeit die Staudenbeete machen, und wie viel Freude sie im Gegenzug bringen. Das Unkraut hält sich durch die Mulchschicht wirklich stark in Grenzen. Außerdem werden die Stauden ja auch größer und verdecken immer mehr freie Beetfläche.

So lässt sich der Garten, wie Eingangs erwähnt, wunderbar genießen. Man sollte zwischendurch auch mal die Füße hoch legen und die Seele baumeln lassen… und schon wieder über neue Projekte nachdenken 😉

Rose in Makroaufnahme
Dahlienblüte im August
Dahlie
Wiesenknopf Pink Brushes in voller Blüte im August
Koreanischer Wiesenknopf „Sanguisorba hakusanensis ‚Pink Brushes'“
 

LG Andreas

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